SEO Risiken
SEO hat Risiken, sicher. Ich will hier aber mal auf ein besonderes Risiko eingehen, welches SEOs haben, die die Arbeit als selbstständige Tätigkeit betreiben. Gemeint sind die Risiken von Zahlungsausfällen. Wie jeder andere Selbstständige auch, so muss auch ein SEO mit dem Risiko leben und planen, dass ein Kunde nicht mehr zahlt.
Doch wie kann man sich dagegen schützen ?
Die Antwort ist klar. Eigentlich überhaupt nicht. Doch die gute Nachricht ist, man kann das Risiko von Zahlungsausfällen so gering wie möglich halten, wenn man einige Sachen schon vor Vertragsabschluss beachtet. Aber auch während des Vertrages und der laufenden Zahlungsausfälle, kann man eine Menge machen, um den Schaden zu begrenzen.
Hier also mal meine Tipps zu dem Thema :
- Mache Dir schon am Telefon oder beim Treffen ein genaues Bild von dem möglichen Kunden. Oft hilft schon das Einschalten deiner Lebenserfahrung, um einen “Braten” zu riechen. Stelle viele Fragen zur persönlichen Geschichte. In langen Gesprächen erfhrt Ihr in der Regel auch viel.
- Bei bestimmten Berufsgruppen sind die Risiken eines Zahlungsausfalls im Grunde geringer. So haben Kunden aus dem Bereich der Kapitalwirtschaft meist einen Ruf zu verlieren. Banker oder selbstständige Versicherungsunternehmer können sich weder eine Pfändung noch einen Schufa-Eintrag leisten.
- Prüfe Deine möglichen Kunden vor Vertragsunterzeichnung mit Hilfe eines Bonitätsdienstes, wie der Schufa oder der CreditReform. Dieses kostet zwar ein wenig. Die Kundenanalyse wird jedoch deutlich verbessert. Die meisten Bonitätsprüfer bieten so genannte Scoringwerte an, die die Risiken von Zahlungsausfällen in Zahlen fassen.
- Wenn es zu Zahlungsausfällen kommt, solltet Ihr zuerst einmal mit dem Kunden reden. Meist sind die Sachen sehr schnell regelbar und persönliche Probleme kann jeder einmal haben. Der schlechteste Weg ist dann nur per e-Mail zu kommunizieren. Das kann sehr schnell nach hinten losgegen, da sich die Parteien oft falsch verstanden fühlen.
- Bietet den Kunden Lösungsvorschläge an. Ratenzahlungen oder Verrechnungen können oft die Sache noch regulieren.
- Wenn es aber zu keiner Einigung kommt. Sofort alle Rechnungen zum Inkasso geben oder zu einen Anwalt, der die gerichtliche Eintreibung einleitet. Bei vielen Kunden muss ein echter Druck geschaffen werde, damit sie zahlen.
- Haltet Euch an die Gesetze bei der Eintreibung. Ich habe schon von SEOs gehört, die das “Russen-Inkasso” beauftragt haben. Solchen Sachen sind verboten und bringen in der Regel auch nur Ärger.
Also, die wichtgsten Punkte sind Kommunikation, Prüfung, nochmal Kommuniklation und manchmal ein guter Anwalt bzw. Gerichtsvollzieher um die Risiken für SEO s so gering wie möglich zu halten.
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Januar 12th, 2007 at 14:28
Gute Hinweise. Da werd ich mir wohl meine künftigen Auftraggeber mal etwas genauer anschauen.
Den letzten Tipp finde ich übrigens wirklich besonders klasse. Besagte SEOs sind aber nicht in der Innung, ne?