Ein Kommentar ist fast kein SEO Werkzeug
Wenn man sich mit dem Thema Linkbuilding beschäftigt, wird man unweigerlich auch mit dem Thema der Blogkommentare konfrontiert. Sie gelten seit ewig langer Zeit als eine sehr leichte Quelle zur Beschaffung von Links und eines kann ich nach langen Jahren der Arbeit an diesem Thema sagen:
Sie funktionieren …… wenn,……
ja wenn man (wie immer im Onlinemarketing) einige Sachen beachtet.
Übrigens: Ich bin mir sicher, dass SEO immer mehr zum WENN THEMA wird. Marcus hat es auf der SEOkomm ja mit der Wertigkeit von Anchortexten eingeleitet
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Die Basis
Blogs sind für Onlineauftritte so etwas wie das Eintrittstor in die große und schöne Welt der Social Media. Sie sollten eigentlich genau dazu dienen, den Sprung zum Nutzer zu machen und in das sehr wichtige Thema Reputation einzusteigen. Auch wenn es einige andere Nutzungsarten von Blogs gibt, so liegen die Stärken meiner Meinung nach genau dort. Man sollte also schreiben, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Selbst die, die nur Bloggen um Content zu erzeugen und diesen monetarisieren, sind gut beraten in Sachen Reputation und Brand mehr zu machen (da war doch was ?). Zumindest, wenn man auch morgen noch kraftvoll zubeißen will.
Die SEO Sicht
Blogs haben die Möglichkeit einen Gesprächsfluß über die Kommentarfunktion in Gang zu bringen. Man schreibt also einen Beitrag und andere Leser können sich bei Interesse oder Gefallen zu diesem Beitrag über die Kommentarfunktion äußern. Darauf kann man als Betreiber antworten ….. ach ihr wisst schon wie das geht.
Hinten heraus entsteht meist so etwas wie ein Chat mit mehr Zeitverzögerung. Auch wenn das jetzt alles ziemlich basislastig ist, so zeigt es doch, dass die Hauptfunktion eines Blog im Grunde die Kommunikation ist. Das Arbeiten mit echten Menschen (Muggeln). SEOs haben aus dieser Sicht etwas ganz anderes gemacht. Sie nutzen seit langer Zeit diese Kommunikationsfunktion, um ihren Spam zu hinterlassen. Spam, weil sie in der Masse immer den ganz leichten Weg gehen. Sie scrapen also alle Blogs im Netz und differenzieren sie nach Follow/Nofollow innerhalb der Kommentare. Die “Guten” reichern diese Daten noch an, aber von den Guten gibt es nicht so viele. Wenn diese Listen erstellt sind gehen sie los und beschreiben alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Da wird dann aus einem Paul schnell mal ein Sonnensegel oder ein anderer hübscher und kreativer Name. Halt alle Namen, die die Keywordliste hergibt und dabei bezweifle ich mal, dass diese Leute überhaupt Keywords aus einer Keyword-Recherche haben.
Auch damit wurde ein Vorurteil gegenüber SEOs geschaffen. SEOs sind Spammer in diesem Umfeld.
Die reduzierte SEO Sicht
Nur weil 98 % den einfachen Weg gehen muss es nicht so sein, dass über die anderen 2 % nicht mehr gesprochen wird. Warum sollten wir es so halten, wie die Bundeskanzlerin ? Es gibt auch für SEOs weiterhin die Möglichkeit des Linkbuildings über die Kommentare. Doch eine effektive Methode ist es nur, wenn man die SEO Hardcore Brille einmal abnimmt und die Funktion wieder verstehen lernt.
Es ist also für einen SEO genau wie bei den SEO Spammern (wie trenne ich diese Bereiche richtig ? hehe) wichtig eine Liste von Blogs zu haben, die sich mit einem bestimmten Thema beschäftigen. Dazu kann man eines der bekannten Hilfsmittel nutzen, die ich hier nicht nennen mag, weil sie im Grunde aus der Spam Ecke kommen. Halten wir mal fest: Sie sind geeignet Daten zu erstellen. Erst bei der Nutzung trennen sich die Wege.
Wenn man also über diese Daten verfügt, sollte sich jeder, der diesen Weg effektiv, dauerhaft und gewinnbrigend nutzen will wirklich einbringen. Idealer Weise sollten die Websitebetreiber oder Firmenmitarbeiter selber schreiben. Am allerbesten ist es, wenn der der “Chef” selbst schreibt. Klaro. Wenn man es schafft diesen Weg in einen Kopf oder eine Firma zu bringen, dann hat man schon viel erreicht. Hier paaren sich dann Reputation und Linkbuilding und heraus kommen viele kleine oder große Erfolgsstories.
Doch ist das der
SEO Alltag ?
Nach meiner Erfahrung ist es das Ideal, aber nicht der Alltag. Es ist kaum ein Chef oder Entscheider davon zu begeistern und das nicht einmal, weil sie es nicht wollen, sondern, weil sie schlicht weg keine Zeit haben oder die Investitionen für entsprechendes Personal scheuen. Hier kommt also wieder eine Dienstleistung von SEOs ins Spiel.
“Houston, wir übernehmen”
Wenn also ein SEO oder eine SEO Agentur diese Aufgabe übernimmt wird es haarig. Insbesondere die SEO Agenturen möchten so kostenschonend wie möglich arbeiten. Der Hebel sitzt also in der Regel in der Automatisierung. Ein Hebel, der die Reputation eines Unternehmens oder Projekts innerhalb von Stunden extrem schädigen kann. Gerade hier gibt es wieder die Schere zwischen kostengünstigen Angebot und Sinn bzw. Verständnis einer Dienstleistung.
Wenn man aber das Thema verstanden hat, dann weiss man auch, dass für echte Kommunikation wirklich Zeit drauf geht, die auch bezahlt werden muss. Das blöde an der Sache ist nämlich, dass die entsprechenden Grundposts auch gelesen werden müssen. Nur dann hat man die Möglichkeit Antworten zu schreiben, die einen Sinn machen. Das kostet Zeit und Zeit ist Geld. Kann man verstehen. Muss man aber nicht
Umgedrehte SEO Sicht
Warum sollte man als SEO nicht einfach mal die Denkweise mit einem Blogger tauschen ?
Schreiben aus Leidenschaft.
Kommentieren, weil man Spaß an dem Thema hat, welches auch auf anderen Blogs publiziert wird.
Über diese Kommunikation mit anderen in Kontakt kommen (via Skype, Facebook, Xing …. ).
Über diese Kommunikation über Partnerschaften sprechen, die auch Links betreffen können (auch wenn man es nicht so nennt)
Wirklich die Menschen hinter den Blogs kennenlernen, um diese Quelle auch sicher benutzen zu können. Die Freischaltungsraten sind bei “Bekannten” deutlich hörer, als bei NoNames.
Sich darüber bewusst sein, dass die Teilnahme an aktuellen Diskussionen zu echtem Traffic führen kann.
Doch es sollte hinten SEO bleiben
Wenn ich also die Plätze getauscht habe, sollte ein Teil des SEO Gehirns immer bestimmte Sachen im Auge behalten. Wenn man in bestimmten Diskussionen einen weiterführenden Link in die Tiefe hat, sollte man diesen setzen. Entweder aus dem Autorenlink oder im Kommetar selber. Die Follow/NoFollow Ratio sollte bei der allgemeinen Projektübersicht im Griff bleiben bzw. sich an der Konkurrenz orientieren (oder man will es agressiv gerade genau anders machen). Und, und , und.
Fazit:
Blogkommentare leben. Auch die Links aus ihnen. Es ist dabei egal, ob ich den Wert der Links im Vergleich zu “echten” Contenlinks messen kann. Sie haben direkte und indirekte Wirkung und nur das sollte zählen. Blogs sind ein Teil des Internets und als solche sind die Links nicht dauerhaft wertlos, wie viele oft meinen. Die manchmal gefundene Logik erschließt sich mir nicht. Ganz im Gegenteil. Google weiss, dass sie Teil des Internets sind und wird in Zukunft insbesondere auf die Aktivität bestimmter Teilnehmer achten. Gerade hier sind Verbindungen zum allgemeinen Bereich Social Media zu finden. Trusted Profile werden also diesen Bereich auch unterstützen , aber über diese Profile könnte man den selben Artikel schreiben.
In diesem Sinne. Seid SEOs, bleibt Menschen (Muggel)
Erläuterung: Auch wenn ich immer von SEOs schreibe, meine ich doch zwei verschiedene Typen von Ihnen. Aber wie nennt man die ? Selbstverständnis zählt ja da nicht mit rein
Schöner Morgenartikel. Gedankenschnellschuss


