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Archive for the ‘Existenzgründung’ Category

Wie ich eine Marke anmelde und schütze

Thursday, March 13th, 2008

So, jetzt hab ich ja mal wieder ne Menge Catch-Zeug geschrieben, so dass ich das Niveau mal wieder etwas anheben muss. Ein Thema, was ich hier schon lange mal angehen wollte, ist das der Marke. Was ist eine Marke, wie melde ich diese an und wie kann ich sie schützen. Alles Themen, die auch SEOs interessieren dürften, da gute und große Projekte oft auch unbewusst zu einer Marke werden und nichts ist ärgerlicher als wenn diese dann unbewusst aufgebaute Marke schon belegt ist oder auf andere Art und Weise vergeben. Doch erst einmal zu den Anfängen.

Was ist eigentlich eine Marke (oft auch im englischen als “Brand” bezeichnet) ?

Eine Marke ist grundsätzlich das, was ein Nutzer als Aushängeschild für ein Produkt oder eine Dienstleistung hält. Allgemein gesehen, kann die Blogbezeichnung von diesem Blogg auch eine Marke sein, da die Nutzer den Namen als das Aushängeschild des Blogs ansehen. Doch das ist nur die eine Seite. Was ich gerade beschrieben habe ist das, was andere subjektiv empfinden. Rechtlich gesehen ist aber das subjektive Empfinden noch lange keine Marke. Als offizielle Marke zählt nur das, was beim deutschem Marken- und Patentamt als Marke eingetragen ist. Diese Marken erkennt ihr dann im Allgemeinen an der Kennzeichnung R im Kreis (registriertes Markenzeichen) oder TM (Trademark).

Welche Markenarten gibt es ?

Es wird immer nur grundsätzlich von Marke gesprochen, ohne dass der Einzelne weiss, dass es bestimmte Arten von Marken gibt. Um damit ein wenig aufzuräumen, habe ich euch mal die einzelnen Markenarten aufgezählt.

Die Wortmarke

SEOnaut Wortmarke


Das einfache geschriebene Wort bezeichnet man grundsätzlich als Wortmarke. Klar, es ist ja auch nur ein Wort.

Die Bildmarke

SEOnaut Bildmarke


Bei einer Bildmarke wird nur ein Bild oder eine Grafik geschützt. Auch wenn ich hier als Beispiel das Cartoon von SEOnauten genommen habe, steht es nur beispeilhaft für alle Logos und Grafiken, die im Geschäftsverkehr genutzt werden.

Die Wort/Bild Marke

SEOnaut Wort/Bild Marke


Bei dieser Markenart ist das markenrechtlich geschützt, was in der Kombination aus einer Grafik/Logo und einem Text entsteht.

3-D Marke

SEOnaut 3D Marke


Was in der Bildmarke als 2-dimensionale Grafik geschützt ist, findet seine Erweiterung in 3D Objekten

Hörmarke

Hörmarke


Die Hörmarke ist eine weitere Sonderform im Markenrecht. Hier geht es grundsätzlich um akustische Ereignisse, die man sich als Marke schützen lassen kann.
Grundsätzlich ist es jedem, der eine Marke anmelden will selber überlassen, welche Markenart oder Markenform er wählt.

Es bleibt jedoch die Frage offen, warum man sich eigentlich eine Marke schützen sollte. Klar, die angemeldete Marke gibt einem Unternehmen oder einem Urheber die rechtliche Sicherheit, dass kein anderer straffrei sein Marke nutzen und benutzen darf. Es stellt somit einen Grundpfeiler der geschäftlichen Tätigkeit dar.

Zuständig für die Vergabe der Marken ist, wie gesagt, dass deutsche Marken und Patentamt (www.dpma.de). Dies gilt aber nur für nationale Marken. Solltet ihr euch eine Marke für den EU Raum sichern lassen wollen, so müsst ihr euch an das EU-Markenamt (www.oami.europa.eu/de) in Alicante wenden. Alles was weltweit darüber hinaus geht, müsst ihr grundsätzlich bei den Markenämtern der Länder anmelden.

Was kostet eine nationale Marken-Anmeldung ?

Die Grundgebühr für die Eintragung einer deutschen Marke liegt zur Zeit bei 300 Euro. Im Eilverfahren 600 Euro. Der Markenschutz gilt dann für 10 Jahre. In den meisten Fällen wird die Anmeldung für euch ein Rechtsanwalt übernehmen, wodurch weitere Kosten entstehen. Doch die Hinzuziehung eines Rechtsanwaltes kann wichtig sein, gerade wenn es darum geht, dass eure angestrebte Marke die schon eingetragenen Markenrechte anderer berührt. Die Recherche, ob die Marke vielleicht schon vergeben ist ist, könnt ihr online auf den Seiten des DPMA machen. Da die Anmeldung einer Marke aber im Schnitt 6 Wochen (laut DPMA - In echt und beschleunigt aber ca- 3 Monate) dauert, kann es da zu Überschneidungen kommen. Wenn ihr ganz sicher gehen wollt, dann müsst ihr beim DPMA selber vorsprechen.

Viele denken immer, dass die Anmeldung einer Marke umfassende Sicherheit und Schutz bietet. Das stimmt aber nur begrenzt. Eine Marke kann immer nur für bestimmte Gruppen geschützt werden. So kann ich mir zum Bespiel die Wortmarke SEOnaut für bis zu 5 Gruppen (also Tätigkeitsgebiete oder Produktgruppen) schützen lassen. Wenn jetzt jemand kommt, der einen Schuh mit dem Namen SEOnaut entwirft, dann kann es schwierig werden mit dem Schutzrecht. In dem Fall des SEOnaut gehe ich mal schwer davon aus, dass ich mir den Namen nicht für Schuhe schützen lassen würde.

Wenn eurem Antrag auf eine bestimmte Markenart entsprochen wurde, dann bekommt ihr eine Entsprechende Urkunde von DPMA. Mit dieser Urkunde könnt ihr euch dann sicher bewegen.

Bleibt noch die Frage offen, was passiert, wenn jemand einfach die Marke anmeldet, obwohl ihr vielleicht schon Jahre lang damit arbeitet und eigentlich die Rechte aus eurer Arbeit herleitet. Dann gilt meistens, dass der der die Marke öffentlich und nachweislich als erster genutzt hat Sieger sein wird. Jedoch müsst ihr euch dieses Recht im Zweifelsfall einklagen.

Wenn ihr noch Fragen zum Thema Marke haben solltet, so stehe ich euch gerne mit meinem eigenen Wissen darüber zur Verfügung. Bis dann.

Wenn ihr diesen Post als hilfreich empfunden habt, dann yiggt ihn doch hier —>

Business-Plan für SEO

Friday, January 25th, 2008

Ein Business-Plan für SEO sollte jeder haben, der sich mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigt. Vielleicht ist das Wort Businessplan falsch, aber es beschreibt doch im Wort ziemlich gut was ich damit meine. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht auf Seiten komme, die offensichtlich keiner Struktur folgen. Da wurde hier mal das versucht und dann mal hier wieder was anderes. Eigentlich lauter Baustellen. Nicht das ihr mich falsch versteht. Das was jetzt kommt ist sicherlich keine leichte Übung. Sie ist aber Pflichtprogramm. Leider schaffe ich es bei meinen eigenen Seiten oft auch nicht diesen Plan einzuhalten. Bei Kundenprojekten halte ich mich aber fast immer daran.

So, für alle die jetzt denken “Was faselt der Typ denn nun schon wieder ?” möchte ich hier kurz sagen was ich mit Business-Plan meine.

Eigentlich ist es nur das Festlegen auf eine Strategie, die man einmal festlegt und umsetzt. Der Plan wird immer wieder laufenden Bedürfnissen angepasst aber sonst dient er als unbedingte Richtschnur. Wie in einem “übertragenen” Businessplan muss ich wissen, was muss ich machen, um welches Ergebnis in der Theorie erzeugen zu können. Nur wenn ich dieses habe wird im Bezug auf zum Beispiel eCommerce-Projekte auch wirtschaftlicher Erfolg entstehen.

Ihr müsst von dem Plan selber begeistert sein. Eben so wie im Business-Plan. Damit müsst ihr auch ggf. Banker überzeugen euch Kredit zu geben. In diesem Fall müsst ihr Google überzeugen euch zu ranken.

Was kann ich also machen ?

  • Setzt euch intensiv mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung auseinander
  • Schreibt alles auf, was ihr an eurer Seite verändern möchtet für ein mögliches besseres Ranking (zum Beispiel : Ich will einen H1 einbauen)
  • Setzt euch zeitliche Limits für die Umsetzung der Veränderungen
  • Kalkuliert die Kosten für die Umsetzung, denn nicht alles kann man selber machen. Bestes Beispiel ist ein gutes Modewrite. Das schafft immer wieder große Hürden und die wenigsten kleinen Webmaster können selber umsetzen.
  • Wenn ihr euch Umsetzungen nicht leisten könnt, dann seid ehrlich zu euch. Gebt das Ziel aber nicht auf und setzt es neu und realistisch. Nicht einfach weg tun.
  • Passt euren Plan immer wieder an. SEO ist sehr dynamisch. Stuft die Sachen für euch in dem Plan ein und setzt es passend in eine neue Reihenfolge
  • Klar können Projektteile gleichzeitig gemacht werden, aber bleibt realistisch un verzettelt euch nicht.

Das gerade im eCommerce ein sauberes Controlling da sein muss ist klar. Dieses Controlling muss mit in den Plan einfliessen und es müssen feste Controllingpunkte gesetzt werden. Sonst kommt es schnell vor, dass mal was auf die lange Bank geschoben wird, was hinterher richtig Geld kostet.

Auch wenn ich die ganze Sache zu Anfang als SEO Businessplan bezeichnet habe, so ist es doch eigentlich nur das Folgen einer festen Strategie. Das ist bei vielen guten Projekten das “Geheimrezept”.

Macht die ganze Sache nicht nur im Kopf, sondern setzt euch hin und schreibt das ganze auf. Das Papier ist dann euer Heiligtum. Es sollte an prominter Stelle hängen, wo ihr es immer seht. Auch wenn ihr es nicht sehen wollt.

Versucht es doch mal mit dem “Business-Plan”. Ihr werdet sehen wie gut das gehen kann.

Gründung in einer Stunde

Monday, March 26th, 2007
Gründung in einer Stunde


Portugal wirbt mit dem Slogan “Gründen in einer Stunde”. In Anlehnung an die Gründungsmöglichkeiten in England mit seinen Limiteds hat Portugal die Gründung der “Limitada” seit einigen Monaten auf den Weg gebracht. Der Absatz der “Limitida” hat sich sehr gut entwicklet. Schnell und unbürokratisch werden hier schon täglich circa 64 Neugründungen verbucht. Wie auch in England liegt der Boom sicherlich an dem niedrigen Stammkapital von 5.000 €.  

DeGut Berlin 2007

Wednesday, February 14th, 2007

DeGut 2007 in Berlin. Das ist sicherlich für viele ein fester Termin. Für alle die diese Messe nicht kennen. Es dreht sich alles um das Thema Selbstständigkeit. OK, meine Gründung liegt jetzt schon ein paar Jahre zurück und es war auch nicht die erste, aber ich gehe, wenn ich die Zeit finde, immer wieder gerne zur DeGut. Für mich war es immer wichtig die Basics im Auge zu behalten und die werden da sehr ausführlich behandelt. Die DeGut besteht dabei aus drei Teilen. Der Messe, dem Gründerwettbewerb und dem Kongress. Die Messe ist für mich selber nicht das Highlight. Hier geht es viel um Finanzierung und solche Sachen. Netter ist da der Gründerwettbewerb. Ich finde es ziemlich interessant, wie Leute den Weg in die Selbstständigkeit gehen und welche Fehler sie auch gemacht haben, wenn sie von Gründungen berichten. Doch das Beste für mich ist immer der Kongress. Ok, wenn man man ein paar Jahre nicht da war wiederholen sich die Themen. Aber ich sitze immer da und merkte, dass sich das eine oder andere deutlich verbessern lässt oder das manche Sachen schlichtweg untergegangen sind. Gerade Themen wie Buchhaltung und Steuern sind da immer beste Beispiele.

Da mir ja viele Optimierer erzählt haben, dass sie ein eigene Firma gründen möchten, kann ich nur sagen. Hin zur DeGut 2007 in Berlin. Termin ist 20.-21.04.2007.

 

SEO Risiken

Friday, January 12th, 2007
SEO Risiken


SEO hat Risiken, sicher. Ich will hier aber mal auf ein besonderes Risiko eingehen, welches SEOs haben, die die Arbeit als selbstständige Tätigkeit betreiben. Gemeint sind die Risiken von Zahlungsausfällen. Wie jeder andere Selbstständige auch, so muss auch ein SEO mit dem Risiko leben und planen, dass ein Kunde nicht mehr zahlt.

Doch wie kann man sich dagegen schützen ?

Die Antwort ist klar. Eigentlich überhaupt nicht. Doch die gute Nachricht ist, man kann das Risiko von Zahlungsausfällen so gering wie möglich halten, wenn man einige Sachen schon vor Vertragsabschluss beachtet. Aber auch während des Vertrages und der laufenden Zahlungsausfälle, kann man eine Menge machen, um den Schaden zu begrenzen.

Hier also mal meine Tipps zu dem Thema :

  • Mache Dir schon am Telefon oder beim Treffen ein genaues Bild von dem möglichen Kunden. Oft hilft schon das Einschalten deiner Lebenserfahrung, um einen “Braten” zu riechen. Stelle viele Fragen zur persönlichen Geschichte. In langen Gesprächen erfhrt Ihr in der Regel auch viel.
  • Bei bestimmten Berufsgruppen sind die Risiken eines Zahlungsausfalls im Grunde geringer. So haben Kunden aus dem Bereich der Kapitalwirtschaft meist einen Ruf zu verlieren. Banker oder selbstständige Versicherungsunternehmer können sich weder eine Pfändung noch einen Schufa-Eintrag leisten.
  • Prüfe Deine möglichen Kunden vor Vertragsunterzeichnung mit Hilfe eines Bonitätsdienstes, wie der Schufa oder der CreditReform. Dieses kostet zwar ein wenig. Die Kundenanalyse wird jedoch deutlich verbessert. Die meisten Bonitätsprüfer bieten so genannte Scoringwerte an, die die Risiken von Zahlungsausfällen in Zahlen fassen.
  • Wenn es zu Zahlungsausfällen kommt, solltet Ihr zuerst einmal mit dem Kunden reden. Meist sind die Sachen sehr schnell regelbar und persönliche Probleme kann jeder einmal haben. Der schlechteste Weg ist dann nur per e-Mail zu kommunizieren. Das kann sehr schnell nach hinten losgegen, da sich die Parteien oft falsch verstanden fühlen.
  • Bietet den Kunden Lösungsvorschläge an. Ratenzahlungen oder Verrechnungen können oft die Sache noch regulieren.
  • Wenn es aber zu keiner Einigung kommt. Sofort alle Rechnungen zum Inkasso geben oder zu einen Anwalt, der die gerichtliche Eintreibung einleitet. Bei vielen Kunden muss ein echter Druck geschaffen werde, damit sie zahlen.
  • Haltet Euch an die Gesetze bei der Eintreibung. Ich habe schon von SEOs gehört, die das “Russen-Inkasso” beauftragt haben. Solchen Sachen sind verboten und bringen in der Regel auch nur Ärger.

Also, die wichtgsten Punkte sind Kommunikation, Prüfung, nochmal Kommuniklation und manchmal ein guter Anwalt bzw. Gerichtsvollzieher um die Risiken für SEO s so gering wie möglich zu halten.

Reiseversicherung online buchen kann man hier.