Google Bombing
Freitag, Oktober 27th, 2006
Das Thema Google Bombing geht gerade wieder mal durch die Medien. Dieses mal sind die Wahlen zum amerikanischen Repräsentantenhaus das Ziel. Für alle die nicht genau wissen, was mit Google Bombing gemeint ist, hier eine kurzer Überblick über dieses Thema.
Als Google Bombing bezeichnet man das gezielte setzen von Links auf ein Seitenziel mit einem bestimmten Anchor-Text (Beschreibungstext), um die Platzierung gezielt zu beeinflusen. Das beste Beispiel für die Wirksamkeit solcher Google Bombing-Aktionen ist ein Bombing auf die Seite des Amerikanischen Präsidenten Goerg W. Bush. Hier haben tausende von Internetseiten den Begriff “miserable Failure” als Link zur Präsidentenseite gesetzt. Der Google Algorithmus reagiert selbstverständlich auf solche Verlinkung und das obwohl der Begriff oder auch Teile des Begriffs auf der Seite garnicht auftauchen. So ist der übersetzte Begriff “totaler Versager” direkt mit dem Präsidenten verbunden.
Schon eine irre Sache.
Diese Beispiel zeigt die Möglichkeit die Macht des Netzes gezielt einzusetzen, auch um andere zu schädigen. Warum dieses Ergebnis seit Jahren bei Google zu finden ist, verstehe ich dagegen überhaupt nicht. Es kann doch nicht richtig sein, dass sich gerade der amerikanische Präsident dieser Willkür aussetzen muss. Ich will hier nicht als Bush Freund fehlverstanden werden. Es geht mir mehr um das Staatsamt. Es könnte ja hier auch den Bundeskanzler oder Bundespräsidenten treffen. Mit Rücksicht auf das Amt würde ich eine solche Listung verbieten lassen.
OK, aber das ist meine Meinung. Zurück zum Thema. Google Bombing ist wie Ihr seht ein wahnsinniges Machtinstrument, was einige mächtige Internet-Gurus mit großen Netzwerken auch gezielt anschieben können.
Der jüngste Fall betrifft, wie gesagt die Wahlen zum Repräsentantenhaus. Hier wurden von der Internetgemeinde 70 Artikel auf kritische Beiträge zu republikanischen Kanidaten bereit gestellt, auf die von demokratischen Blogs und Seiten gezielt mit dem Namen des Politikers verlinkt werden soll.
Das Ziel ist klar. Gibt jemand den Namen des Politikers ein, so wird nach erfolgten Bombing in der Regel der kritische Beitrag auf der ersten Suchposition bei Google sitzen.
Kein schöner Effekt für den “angegriffenen” Politiker.
Hier zeigt sich wieder mal deutlich, welche Macht große Netze innerhalb des Google Netzes haben.








